Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Der Dichter Rudolf von Ems und seine Zeit

Rudolf von Ems mit einem Schreiber. Detail aus einer mittelalterlichen Handschrift
Rudolf von Ems mit einem Schreiber. Quelle: Cod. Pal. germ. 323. Rudolf von Ems: Willehalm von Orlens. Straßburg, um 1420 (Universität Heidelberg). Einige Rechte vorbehalten.

Der Historiker Thomas Zotz gewährt Einblicke in Leben und historisches Umfeld eines der gelehrtesten Dichter des Mittelalters. Der hier dokumentierte Vortrag eröffnete die Tagung „Rudolf von Ems: Autorschaft als Medium von Integration“ an der Universität Konstanz im Mai 2016.

Thomas Zotz: Historische Annäherungen an Rudolf von Ems: Ministerialischer Status und Nähe zu König Konrad IV. 25. Mai 2016, 54:50 min.

Rudolf von Ems zählt heute zu den gelehrtesten Dichtern des Mittelalters. Neben „Der gute Gerhard“ oder „Willehalm von Orlens“ gilt seine Weltchronik als erstes Geschichtswerk in deutscher Sprache.

Mit stupendem Wissen ordnet Thomas Zotz in seinem Vortrag das Leben von Rudolf von Ems in den Kontext seiner Zeit ein: Woher stammt er? Welche Rolle spielten Ministerialen wie er? Wie war sein Verhältnis zu König Konrad IV.?

Zotz gewährt so Einblicke in die turbulente Geschichte Mitte des 13. Jahrhunderts – die ausgehende Zeit der Staufer und das Interregnum.

Prof. Dr. Thomas Zotz ist emeritierter Professor für Früh- und hochmittelalterliche Geschichte und für Mittelalterliche Landesgeschichte des deutschsprachigen Südwestens an der Universität Freiburg.
Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. königliche Herrschaftspraxis, Adel, Rittertum und Ministerialität im Hochmittelalter.