Universität KonstanzExzellenzcluster: Kulturelle Grundlagen von Integration

Integration. Gesetz. Expertise

Von den einen als historischer Wurf bejubelt, von anderen als nicht weitreichend genug schon im Vorfeld abgelehnt – noch vor der Sommerpause 2016 soll das deutschlandweit erste Integrationsgesetz Bundestag und Bundesrat passieren. Grund genug für den Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ an der Universität Konstanz sich das Gesetz kritisch vorzunehmen.

verschwommene, farbige Lichter

Dank seiner vielfältigen interdisziplinären Studien zu den kulturellen Grundlagen sozialer Struktur- und Ordnungsbildung in historischen wie in gegenwärtigen Gesellschaften kann er einen differenzierenden Beitrag auch zu kontroversen Themen der öffentlichen Diskussion leisten.

Forscherinnen und Forscher aus dem Exzellenzcluster beantworten auf dieser Seite Fragen über das Gesetz und über Integration, jeweils aus ihrer fachlichen Expertise in der Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie, Ethnologie/Kulturanthropologie und Literaturwissenschaft. Kommentare zum Thema ergänzen die Interviews.

Für weiterführende Fragen stehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung.

Pressemitteilung

Neuer Medienservice: Online-Plattform mit Expertenbeiträgen zum Integrationsgesetz
29. Juni 2016

Integration kulturwissenschaftlich erforschen

von Rudolf Schlögl und Christopher Möllmann

Ein Editorial über den Forschungsertrag des Exzellenzclusters und die vielfältigen Antworten der Konstanzer kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung auf drängende Fragen der Integration.

Themenfelder

Ausländer- und Asylrecht

Kommentar: Integration kraft Gesetzes?

„Die Detailregelungen des Gesetzes bleiben Einzelheiten, die im Puzzle der Integrationspolitik manchen Akzent setzen, aber keinen neuen Weg vorgeben.“
(Daniel Thym, Jurist)
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Interview: Ein „Integrations-Teilgesetz“

„Umstritten ist vor allem die Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge. Konfliktträchtig sind auch Leistungskürzungen. Da ist vieles verfassungsrechtlich ungeklärt.“
(Daniel Thym, Jurist)
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Wortwolke in Form einer Sprechblase

Ethnologie

Kommentar: Integration im Kursformat. Die Tücken erhöhter Standardisierung

„Die formulierten Standards für die Integrationskurse können zu zeitaufwendigen Kontrollverfahren und Dokumentationen führen, die zu Lasten des Lehrpersonals und des Unterrichts gehen.“
(Anna Louban, Ethnologin)
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Kulturwissenschaften

Interview: Ein Möglichkeitsraum

„Was in dem Gesetz fehlt, ist eine Projektion: Wohin führt das und warum machen wir das? Es geht in diesem Gesetz immer nur um die ersten fünf Jahre. Nur ist Integration etwas anderes: Sie ist Langzeitperspektive.“
(Özkan Ezli, Kulturwissenschaftler)
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Kommentar: Botschaften in Gesetzesform

„Das Integrationsgesetz ist eine Stilübung darin, minimalen Bewegungsspielraum in das Bild kraftvollen Handelns zu fassen.“
(Albrecht Koschorke, Literaturwissenschaftler)
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Literaturwissenschaften

Interview: Ein Politisierungsschritt des Theaters

„In Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise entdeckt und beschreibt das Theater seine eigene soziale Funktion neu. Es definiert sich als eine politische Institution.“
(Juliane Vogel, Literaturwissenschaftlerin)
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Politikwissenschaft

Interview

Das Integrationsgesetz ist eine Art Feuerwehrmaßnahme. Zu einer nachhaltigen Integration wird es nur einen relativ bescheidenen Beitrag leisten.
(Wolfgang Seibel, Politik- und Verwaltungswissenschaftler)
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Soziologie

Hintergrund: Arbeitsplatz gleich Integrationserfolg?

Es ergibt Sinn, dass sich der Staat bei seinen integrativen Maßnahmen auf Sprache und Arbeit konzentriert: Dies unterstützt Migrantinnen und Migranten dabei, ihr Leben selbstbestimmt und unabhängig von staatlicher Unterstützung führen zu können.
(Thomas Wöhler, Soziologe)
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Kontakt

Claudia Marion Voigtmann

(Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer)

Tel. 07531 88-4741
claudia.voigtmann[at]uni-konstanz.de